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Technikantinnen berichten

Katharina: Katharinas Technikum bei Salzgitter Automotive


Technikantin 2020/2021

Technikantin Katharina

Hallo,

ich bin Katharina und ich habe 2020 am Niedersachsen Technikum teilgenommen.

Nach meinem Abitur, das ich 2020 am Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Ahaus gemacht habe, war ich mir sehr unsicher, was ich danach machen möchte. Ich wollte gerne studieren, wusste aber nicht so genau, was. Ich hatte schon immer Spaß an Mathe, aber andere naturwissenschaftliche Fächer, wie Physik oder Chemie standen das letzte Mal in der neunten Klasse auf meinem Stundenplan und mitgenommen hatte ich davon nicht wirklich viel. Deswegen hatte ich erst Angst davor einfach etwas in der Richtung zu studieren. Als ich dann von dem Niedersachsen-Technikum erfahren habe, war das für mich die perfekte Möglichkeit, um herauszufinden, ob ein Studium im MINT-Bereich wirklich das Richtige für mich ist.

Also habe ich mich entschieden das Technikum zu machen. Der Bewerbungsprozess war echt einfach und man konnte sich auch immer an die Organisatorinnen wenden. Das Praktikum habe ich bei der Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG in Georgsmarienhütte gemacht. Dort habe ich mich hauptsächlich mit meinem Projekt beschäftigt.

In dem Projekt habe ich mich mit den Fertigungszeiten bestimmter Bauteile beschäftigt. Fertigungszeiten sind die Zeiten, die zum Herstellen von etwas benötigt werden und setzen sich zusammen aus der Fräszeit, also der Laufzeit der Maschine, und der Rüstzeit, das ist die Zeit, die zur Vorbereitung wie zum Beispiel zum Säubern der Maschine, benötigt wird. Meine Aufgabe bestand dann darin, diese Fertigungszeiten von einem Projekt zusammenzutragen, um die kalkulierten und tatsächlichen Zeiten gegenüberzustellen.

Dazu habe ich zunächst die Zeiten aus unterschiedlichen Quellen herausgesucht. Das waren zum Beispiel die HSI Zeiten, das sind die vorab kalkulierten Fertigungszeiten oder die gebuchten Zeiten, also die tatsächlichen Fertigungszeiten. Anschließend habe ich diese Zeiten in Excel übertragen und strukturiert. Dafür habe ich die Zeiten auf mehrere Arbeitsblätter aufgeteilt. Es gab also zum Beispiel ein Blatt für die HSI Zeiten, eins für die gebuchten Zeiten und Zusammenfassungen der wichtigsten Werte. Außerdem habe ich auch Berechnungen für die Diagramme gemacht, die nachher noch erstellt werden sollten.  In diesen Diagrammen habe ich zum Beispiel das Verhältnis der gebuchten Gesamtzeiten zu den HSI Zeiten dargestellt.

Die Herausforderung dabei bestand darin, die Übersichtlichkeit zu erhalten, was schwierig war, aufgrund der vielen unterschiedlichen Quellen. Außerdem waren durch eine teils lückenhafte Dokumentation nicht immer alle Zeiten gegeben, sodass diese nicht mehr vergleichbar waren mit Zeiten, bei denen alle Werte gegeben waren. Diese mussten dann rausgefiltert werden. Am Ende habe ich dann noch Präsentationen mit den wichtigsten Diagrammen erstellt, sodass man eine grobe Übersicht hatte.

Insgesamt waren dort alle sehr freundlich und ich konnte immer nachfragen, wenn ich bei etwas nicht weiter kam. Außerdem konnte ich dort viele Einblicke in die Berufswelt bekommen, was mir bei meiner Entscheidung, was ich danach machen möchte auf jeden Fall geholfen hat.

An den Montagen habe ich immer die Vorlesung Werkstofftechnik besucht. Das war zwar alles online, aber man konnte trotzdem einen guten Einblick bekommen. Wir haben aber auch noch viele andere Sachen an den Montagen gemacht, wie zum Beispiel einen Workshop, bei dem wir unser eigenes Stickmotiv programmieren konnten oder eine Excel Schulung.

Insgesamt kann ich das Niedersachsen Technikum auf jeden Fall weiter empfehlen. Ich habe in dem halben Jahr viele Erfahrungen gesammelt, die mir auch bei der Entscheidung, was ich studieren möchte geholfen haben. Ich habe nach dem Technikum angefangen „Verfahrens-, Energie- und Umwelttechnik“ an der Hochschule Hannover zu studieren und ich glaube nicht, dass ich dort auch ohne das Technikum hingekommen wäre. Während des Technikums habe ich außerdem viele Sachen kennengelernt, die ich dort nun immer mal wiederfinde.