Besuch des Peter L.Reichertz Instituts für Medizinische Informatik

Die Technikantin Sara Atmaca berichtet über den aktionsreichen und spannenden Hochschultag.

Die Veranstaltung begann mit einer Einführung durch Herrn Prof. Dr. Deserno, der uns zunächst ein kurzes Video aus den 80er Jahren zeigte. Am Beispiel eines Autounfalls wurde deutlich, wie lange es damals dauerte, bis die Informationen bei der Rettungsleitstelle eingingen. Heute dagegen sind neue Autos mit Unfallinformationssystemen ausgestattet, die sofort selbständig eine Unfallmeldung herausgeben, wie z.B. eCall.

Anschließend übergab er an Frau Joana Warnecke. Frau Warnecke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut und promoviert dort. Sie hielt einen interessanten Vortrag über das Studium der Medizinischen Informatik sowie biomedizinische Signalerzeugung. Durch den Vortrag erfuhren wir, dass Sensorik in Fahrzeugen, am Körper und auch in häuslicher Umgebung eingesetzt werden kann. Im Moment ist es jedoch so, dass biomedizinische Signale meist mit Datenlücken und schlechtem Signal-Rausch-Verhältnis erzeugt werden. Deshalb wird an einer zuverlässigen Erhebung der Daten und einem sicheren Transfer dieser am Institut geforscht.

Nach dem Vortrag besuchten wir das Biosignallabor und durften auch ein paar Geräte ausprobieren. Als erstes schauten wir uns das Myo Gesture Control Armband an, womit man Geräte nur durch Muskelkraft steuern kann. Wir testeten dies anhand einer Präsentation, die wir mit unseren Händen steuern konnten, auch wenn es meist nicht auf Anhieb funktionierte und ein bisschen Übung erfordert.
 
Als nächstes war ein EKG-Messgerät an der Reihe, welches durch das Anlegen von zwei Fingern das EKG aufzeichnete. Dies konnte man dann an einen Computer übertragen, um die Aufzeichnung betrachten zu können.

Zum Schluss kam das größte, aber auch spannendste Gerät. Das Biosignallabor besitzt nämlich einen Spacecurl, der sogar für das Astronautentraining genutzt wird. Bei dem Spacecurl handelt es sich um dreiachsiges Gerät aus Stahl, in dem man sich in allen Raumachsen bewegen kann. Dadurch kann man die Funktion des Gleichgewichtssystems genau vermessen.  

Damit ging der Tag am Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik auch schon zu Ende. Insgesamt war die Veranstaltung sehr interessant und informativ und es hat Spaß gemacht, weil wir selbst auch einige Geräte austesten durften.

Bericht: Sara Atmaca, Technikantin TU Braunschweig 2018/19

 

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