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online Seminare

Die online Seminare des Niedersachsen-Technikums sind ein hochschulübergreifendes Angebot für die gesamte Kohorte der Technikantinnen 2020/2021. Die Teilnehmerinnen treffen an diesem Tag virtuell aufeinander.

Am 20.01.2021 hat die Hochschule Emden/Leer den Digitalen Tag des Niedersachsen-Technikums ausgerichtet. Die Doktorandinnen Eva Binder und Carolin Hainke haben uns nach einer Einführung in die Themen Virtual, Augmented und Mixed Reality mit auf ihre Werdegänge genommen. So erhielten wir Einblicke in die Forschung und das Promovieren in diese Bereiche.

 

Wer mehr über die Forschungsarbeiten der beiden Doktorandinnen wissen möchte, kann hier mehr erfahren:

Projekt VR in der Pflege

Projekt Digitale Humansimulationen

Prof. Dr.-Ing. Siegmar Lampe, Automatisierungstechnik, Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, Hochschule Osnabrück:

"Bei dem Vortrag ging es zunächst einmal um die Erläuterung, was eine industrielle Revolution überhaupt ist, welches die jeweiligen Auslöser der industriellen Revolutionen 1 bis 3 waren und warum wir aktuell von einer vierten industriellen Revolution sprechen. Anschließend habe ich erläutert, warum der Softwareanteil in den heutigen und zukünftigen Produktionsanlagen immer größer wird und welche Probleme man beim Testen der Software hat. Als Lösungsmöglichkeit habe ich die virtuelle Inbetriebnahme vorgestellt, bei der die reale Anlage durch ihren digitalen Zwilling repräsentiert wird und mit Hilfe dieses digitalen Zwillings die Software getestet werden kann. 

Anschließend habe ich unser Labor für Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Module in unserer Vertiefungsrichtung „Automatisierungstechnik“ unseres Bachelorstudienganges „Elektrotechnik“ vorgestellt, in denen die oben erwähnten Themen behandelt werden. Dazu habe ich unter anderem eine „virtuelle Laborführung“ durchgeführt und konnte den Technikantinnen auf diese Weise auch unsere Laboranlage zeigen, welche komplett nur von Studierenden aufgebaut wurde und wird.

Abschließend habe ich die Technikantinnen nochmal ermutigt das zu studieren, wozu Sie wirklich Lust haben! Sie sollen sich nicht von irgendwelchen Meinungen leiten lassen sondern rein auf Ihr Bauchgefühl hören."

 

Am 17.12.2020 fand unter dem Titel „Mathe, Formalismus & Beweise – Warum das auch in der Informatik ganz nützlich ist“ eine Vorlesung von Prof. Dr. Karsten Morisse statt, welche für die Teilnehmerinnen des Niedersachsen-Technikums geöffnet war. 

Zu den grundsätzlichen Fragen beim Programmieren zählen vor allem zwei: Was kann ich mit Computern lösen und was nicht? Und macht mein Programm überhaupt was es soll? Diesen Fragen ging Prof. Morisse auf den Grund. 

Ein Fallbespiel: zu den wöchentlichen Abgaben von Studierenden gehört es Problemstellungen durch Programmierungen zu lösen. Für Dozierenden wäre es nun ganz schön, nicht jede Abgabe einzeln zu überprüfen zu müssen und stattdessen ein Programm diese Aufgabe übernehmen zu lassen. Eine Art Praktikumschecker also, der entscheiden soll, ob ein abgegebenes Programm tatsächlich für alle Eingabemöglichkeiten richtig arbeitet oder ob es vielleicht manchmal ein falsches Ergebnis liefert. bugs enthält. Ergebnis: Beim Erstellen und Überprüfen eines solchen Checker-Programmes treten schnell Widersprüche auf. Es kommt zu einem typischen Informatikproblem: das Entscheidungsproblem. Es gibt nämlich in der Informatik und in der Mathematik Probleme, die einfach nicht entscheidbar sind. 

Das Fazit: 1. Man kann nicht alles programmieren und 2. Es gibt kein Sicherheitsnetz für Programme. Das heißt, es gibt keine Möglichkeit durch ein weiteres Programm zu überprüfen, ob mein Programm für alle möglichen Eingaben tatsächlich auch das macht, was es tun soll.

Dr. Bernadette Spieler, Leiterin der Abteilung für Didaktik der Informatik an der Universität Hildesheim zeigte den Technikantinnen in ihrem Workshop, wie mit einer visuellen Programmiersprache eigene Designs & Logos programmiert werden. Diese wurden anschließend mit Hilfe einer programmierbaren Stickmaschine auf Tragetaschen der Universität Hildesheim gestickt und per Post an die Teilnehmerinnen versandt.

Mehr Infos sowie weitere frei verfügbare Programmier-Workshops gibt es auf der Seite: www.digiducation.de

Lisa Lohrenz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Informationsmanagement der TU Braunschweig zeigte in ihrem Webseminar Beispiele zu dem Einfluss der Digitalisierung auf unser Leben und der sinnhaften Auseinandersetzung mit diesem Thema. Zudem gab sie Einblicke in die Forschungsmöglichkeiten für Wirtschaftsinformatiker *innen und stellte dabei ihre eigene Forschung über die "Gestaltungskritierien von digitale Plattformen" vor. mehr

Prof. Dr. Johann-Markus Batke, Professor für Nachrichtentechnik an der Hochschule Emden-Leer, gab den Technikantinnen einen Einblick in die Nachrichtentechnik mit dem Schwerpunkt auf Digitaler Signalverarbeitung. Er erläuterte anhand des Webkonferenzsystems BigBlueButton, welche Bedeutung die Auswahl einer solchen Software gegenüber kommerziellen Webkonferenzsystemen hat und wie technische Standards durch Firmen propagiert werden.

Wladlena Olesch, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Diversitätsorientierte Lehr-Lernkultur der Hochschule Osnabrück zeigte in ihrem Workshop auf, wie wichtig es ist, vielfältige Perspektiven in die Entwicklung von KI einfließen zu lassen und dass die große Herausforderung darin besteht, KI diskriminierungsfrei zu trainieren.

Am 06.02.2020 hatten die Technikantinnen aller Standorte die erstmalige Chance, gemeinsam an einem Online-Webinar mit dem Schwerpunkt Digitalisierung teilzunehmen. Dr. Alexander Meier und David Krems von der deepsight GmbH, ein Osnabrücker Start-Up für Datenanalyse durch künstliche Intelligenz, hatten ein spannendes 90-minütiges Programm vorbereitet. Zum Start wurde das Thema Künstliche Intelligenz vorgestellt - beginnend bei der Entstehungsgeschichte des Computers bis hin zu der Frage, wie KI unsere Zukunft wohlmöglich beeinflussen wird. Im Anschluss daran sind die Technikantinnen in einer Coding-Session selbst aktiv geworden und haben über die Plattform jupyter eigene Programmiercodes geschrieben.

Homepage der Firma deepsight GmbH: https://deepsight.de/