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Im Labor für die gute Sache

Die Technikantinnen hatten an ihrem Hochschultag im Wintersemester 16/17 u.a. die Möglichkeit an einem Projekt mitzuwirken, das hoch innovativ ist – und dabei einen guten Zweck hat. An die Hand genommen von einem studentischen Betreuer produzieren die Technikantinnen spezielle Matten aus Polymerlösungen, die durch UV-Bestrahlung Wasser entkeimen und es somit trinkbar machen sollen.

Bei dieser chemischen Entkeimung fließen Grundlagen aus Chemie, Physik, Verfahrens und Umwelttechnik ein. Wichtig sind aber vor allem die Praxiserfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten. Wie verhalte ich mich in einem Labor? Wie gehe ich mit technischen Problemen um und wie entwickele ich Ideen um sie zu lösen? Hauke Habeck studiert selbst Verfahrenstechnik an der Hochschule Hannover und begleitet die Technikantinnen im Elektrospinninglabor. Er weiß: „wenn man anfängt zu studieren, ist einem wissenschaftliches Arbeiten, gerade das Labor betreffend noch völlig fremd.“

Die Technikantinnen können schon vor dem Beginn ihres eigenen Studiums lernen, wie man mit Messgeräten und Parametern umgeht und aus Eigeninitiative neue Ideen entwickelt, die die Forschung voranbringen. Und dabei geht es richtig um was: Die Erkenntnisse aus dem Elektrospinninglabor der Hochschule werden in anderen Forschungsinstituten weiter verwendet, um die Forschungen zur Wasserentkeimung zu vervollständigen und somit auch an schlecht mit Wasser versorgten Orten etwa in Afrika, verschmutztes Wasser zu Trinkwasser zu machen.

Auch in diesem Jahr werden die Technikantinnen an der Hochschule Hannover wieder die Möglichkeit haben, neben einer Reihe spannender Exkursionen und Workshops Einblicke in das wissenschaftliche Arbeiten im Labor zu bekommen.

Hauke freut sich schon auf Euch!

© Text: Tabea Sperl, Hochschule Hannover